WELTLICHE TRADITIONEN
Moreška - old postcard Moreška sword dance Moreška St. Teodor Korčula - old postcard

Besucher aus der ganzen Welt sind Zeugen der längst vergangenen Jahrhunderte durch die Aufführung des Schwerttanzes Moreška und der Kreisreigen mit Schwertern Kumpanija (kumpanjija) und Moštra.


TRADITIONELLE
Sword Pageants


Eine Besonderheit der Stadt Korčula und der sechs Ortschaften auf der Insel Korčula sind die einzigartigen Tänze mit Schwertern. Die Tänze werden traditionell an Feiertagen der Schutzheiligen der Stadt Korčula (Moreška) und in anderen Ortschaften, Kumpanija/kumpanjija und Moštra aufgeführt in den Sommermonaten während der touristischen Saison aufgeführt.
Tänze mit Schwertern: kumpanija/kumpanjija und moštra werden von Blasebälgen und Trommeln begleitet aufgeführt, während moreška in Begleitung von Blasmusik aufgeführt wird.

Nach der Aufführung der Schwerttänze, tanzen in den Dörfern der Insel sowohl Mädchen als auch Jungen einen altertümlichen Tanz.

Dieser Tanz wird stari bali oder tanac genannt und er wird in Begleitung von Blasebälgen ausgeführt. Während des 18. und 19. Jahrhunderts sind auch die Tänze četvorka, vals, polka und manfrina entstanden, die auch heutzutage noch in Begleitung eines Akkordeons aufgeführt werden.
Im Veranstaltungsprogramm finden Sie die Daten aller Veranstaltungen auf der Insel: in der Stadt Korčula, in Račišće, Žrnovo, Pupnat und Čara.


SCHWERTTÄNZE
Moreška Korčula

MOREŠKA
Der Schwerttanz Moreška wird regelmäßig während der Sommermonate und am Tag des Heiligen Theodor, dem Schutzpatronr der Stadt Korčula (29. Juli), aufgeführt.

Dokumente bestätigen die Aufführung von Moreška im schon im 17. Jahrhundert, obwohl angenommen wird, dass dieser Tanz noch älter ist (16. Jahrhundert – verbunden mit dem Üben der Fechttechnik).

Durch Dialoge verfolgen wir die Handlung in welcher Moro (Maurenkönig) die Schönheit „bula“ raubt und danach folgt der Kampf des schwarzen und des weißen Königs. Moreška besteht aus sieben Schwertkämpfen und endet mit der Befreiung der Schönheit (bula) und ihrer Rückkehr zum geliebten Osman (dem Türkischen König).

Moreška ist entstanden in Anlehnung an die kulturellen Trends der europäischen Städte dieser Zeit und die Aufführungen der Bräuche und der Musik. Heutzutage wird der Tanz von Blasmusik begleitet aufgeführt und die Komposition für Moreška stammt aus der Feder von Herrn Krsto Odak (20. Jahrhundert).



KREISREIGEN
Kumpanija chivalrous battle

KUMPANIJA UND MOŠTRA
Der Kreisreigen kumpanija/kumpanjija wird in den Ortschaften der Insel Korčula aufgeführt (Pupnat, Čara, Smokvica, Blato und Vela Luka) mit einer Schwertart, die aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt.

Die Truppe besteht aus den alfiri (Bannerträger) und den Darstellern – kumpanjoli, die einen Tanz mit Schwertern aufführen und vom Hauptmann angeführt werden.

Die Aufführung beginnt mit einem Dialog, in dem der Hauptmann vom Anführer die Erlaubnis fordert, den Kriegstanz („ples od boja“) aufzuführen.

Der Hauptmann führt die koordinierten Formationen des Reigens mit Schwertern an, wobei jeder Darsteller die Spitze des Schwertes des Kameraden links und rechts hält.

Nach einer Reihe von miteinander verbundenen Figuren folgen energische Bewegungen mit Schwertern, wodurch die Kammeraden Ihre Geschicklichkeit beweisen.




ALTERTÜMLICHE TÄNZE
Kompanjoli Korčula

Während des Karnevals wurden auf der Insel Korčula Tänze -“bali” veranstaltet, in Blato wurde der Tanz „Blatski tanac” genannt, in Pupnat und Žrnovo “Stari bali”, und in Čara und Smokvica “Tanac”.
Während der touristischen Saison wird der Kreisreigen mit Schwertern “kumpanija” oft aufgeführt während die altertümlichen Traditionen der Opferung von Tieren ausgestorben sind.
Trotz der modernen Lebensweise sind die “kumpanjoli”, die Darsteller des altertümlichen Kreisreigens, standhaft in der Erhaltung der geerbten Traditionen.
Eine Besonderheit der Stadt Korčula ist der traditionelle Sommerkarneval am 30. Juni: Feier des halben Neujahres unter Masken.

LIEDER DER INSELKLAPA
Choir singing a capela - Klape

Der größte Teil der Volkslieder von der Insel sind Lieder der Fischer und Seefahrer und ihrer Freundinnen.

Einige von diesen Liedern sind schnell und fröhlich, während andere von der Sehnsucht singen und die ewige Frage über die Rückkehr des Seefahrers stellen.

Viele kroatische Matrosen sind der Meinung, dass das schönste kroatische Volkslied Fischer in Vela Luka während der Sommerabende singen.




moštra
Moštra Korčula

Der Schwerttanz Moštra wird ausschließlich in Žrnovo aufgeführt, im Weiler Postrana, am Feiertag Maria Himmelfahrt (15. August), kurz vor dem Feiertag des Heiligen Rockus, dem Schutzpatron von Postrana.

Der Hauptmann führt die koordinierten Tanzformationen an, in denen jeder Darsteller die Spitze des Schwertes des Kameraden links und rechts hält. Nach einer Reihe von miteinander verbundenen Figuren folgen energische Bewegungen mit Schwertern, wodurch die Kammeraden Ihre Geschicklichkeit beweisen. Der Schwerttanz wird von Blasebälgen und Trommeln begleitet.

TRADITIONELLEGEWERBE
Old postcard - shipyard Korčula

Traditionelle Gewerbe sind:
Schiffbau, Steinmetzarbeit, Weinanbau, Olivenanbau, Fischerei, Schifffahrt.
Die Steinmetzarbeit, der heute nur noch etwa 50 Bewohner von Korčula nachgehen, hat ihre einstige Bedeutung verloren und dies gilt auch für die Forstwirtschaft und die Holzverarbeitung.
Das traditionelle Erbauen von Booten aus heimischen Holz, das schon seit der Antike das wichtigste Produkt der Insel war, wurde durch Stahl (Korčula und Blato) sowie Glasfaser (Vela Luka) ersetzt.

Die Bewohner von Korčula sind geschickte und geachtete Seefahrer, unter der kroatischen Flagge und den Flaggen der anderen Seefahrernationen. Korčula ist auch die bedeutendste kroatische Olivenregion und das Öl – hergestellt auf traditionelle Art und Weise – ist eines der bekanntesten Produkte der Insel.

Seit der Antike bis Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Bewohner von Korčula gekonnt und erfolgreich Stein gefertigt und im gesamten Adria Raum verkauft. Der qualitativ hochwertige Kalkstein von der Insel Korčula ist auch in den berühmtesten Gebäuden der Welt eingebaut: in der Kirche Hagia Sophia in Istanbul, im Parlament in Wien und dem Rathaus in Stockholm. Aus diesem Stein wurden die schönsten öffentlichen und privaten Gebäude der dalmatinischen Städte gebaut, wie z.B. Dubrovnik, Hvar, Kotor.

Diese jahrtausendealte Tradition hat auf der Bühne der zeitgenössischen kroatischen Kultur, nicht nur den größten Frano Kršinić, sondern auch zahlreiche andere Bildhauer aus Korčula hervorgebracht: Radica, Pallavicini, Trpimir Ivančević, die Brüder Lozica, Stecca, Radovanović, Jurjević-Knez, Duhović und andere.

Über dem Altar ragt das Meisterwerk von Marko Andrijić – der feine Altaraufbau (Ziborium) mit Skulpturen der Verkündung aus dem Jahre 1486.

Der Hauptaltar ist mit dem Altargemälde des großen venezianischen Malers Jacopo Tintoretto aus dem Jahre 1550 (Jacopo Robusti Tintoretto, 1518-1594) geschmückt, auf dem drei Heilige – Schutzpatronen von Korčula und Dalmatien dargestellt sind: der Heilige Markus (Evangelist) – der Schutzpatron von Korčula, und seitlich der Heilige Hieronymus – der Schutzpatron von Dalmatien und der Heilige Bartholomäus – der Schutzpatron der Schiffsbauer.

Die Decke des zentralen Kirchenschiffs der St. Markus Kathedrale in Korčula erinnert an den Innenraum eines Schiffes und ist eine Verbindung mit dem traditionellen Gewerbe von Korčula – Schiffsbau. Die Bewohner von Pupnat haben Bäume gefällt, Baumharz gesammelt und Kalk und Holzkohle hergestellt, alles für den Bedarf der Handwerksbetriebe in Korčula. Mitte des 20. Jahrhunderts haben die Frauen aus Pupnat auf ihren Maultieren und Eseln Brennholz nach Korčula gebracht.
Im Dachgeschoss des Stadtmuseums befindet sich die Nachbildung einer altertümlichen Küche. Dort kann der Besucher einen Einblick in die funktionale Aufteilung eines mittelalterlichen Wohnhauses bekommen: das Erdgeschoss war für geschäftliche Angelegenheiten bestimmt, im ersten und zweiten Stock waren die Wohnräume und das Dachgeschoss, als der einzige belüftete Raum, war für die Küche bestimmt.


Island vrnik
Vrnik (Höhe 50 m) mit dem gleichnamigen Dorf ist der älteste und berühmteste Steinbruch von Korčula.

Heute leben im malerischen Dorf nur noch einige Familien, die Zimmer an Gäste vermieten. Auf der Insel befinden sich 29 Steinbrüche.

Westlich von Vrnik ist die berühmte Steinbruch-Insel Kamenjak gelegen.

In den Sommermonaten fahren aus der Stadt Korčula regelmäßig Boote zu der Insel.

RELIGIÖSE TRADITIONEN
St. Rocco Confraternity The traditional procession - Korčula St. Theodore - patron of Korčula St. Theodorepatron Procession - Korčula

Im Haus der Bruderschaft des Heiligen Rochus (im Jahre 1575 gegründet) befinden sich zahlreiche wertvolle Kunstgegenstände, Statuen und Gemälde.

Die traditionelle Prozession der Vergebung "Perdun" findet am 2. August auf der Insel Badija statt.


Jacopo Tintoretto
Jacopo Robusti Tintoretto

Der Hauptaltar ist mit dem Altargemälde des großen venezianischen Malers Jacopo Tintoretto aus dem Jahre 1550 (Jacopo Robusti Tintoretto, 1518-1594) geschmückt, auf dem drei Heilige – Schutzpatronen von Korčula und Dalmatien dargestellt sind:

der Heilige Markus (Evangelist) – der Schutzpatron von Korčula,

seitlich der Heilige Hieronymus – der Schutzpatron von Dalmatien,

und der Heilige Bartholomäus – der Schutzpatron der Schiffsbauer.

Über dem Altar ragt das Meisterwerk von Marko Andrijić – der feine Altaraufbau (Ziborium) mit Skulpturen der Verkündung aus dem Jahre 1486.

BRUDERSCHAFT DERALLERHEILIGEN
Icons Museum Korčula

Die Kirche und die Bruderschaft der Allerheiligen zählen zu den ältesten Stadttraditionen.
Die Kirche wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut auf dem Standort der älteren Kirche (10. Jh./13. Jh.), die der erste Sitz des Bischoffs von Korčula (1300) war; in dieser Kirche wurde 1301 die älteste Bruderschaf von Korčula gegründet – die Bruderschaft der Allerheiligen oder die Bruderschaft des Guten Todes.
Gegenüber dem Eingang in die Kirche ist der Eingang in das Haus der Bruderschaft der Allerheiligen.
Die Reliefs über der Eingangstür aus dem Jahre 1301 zeigen die Brüder dieser Flagellanten- Bruderschaft. Im Saal der Bruderschaft Allerheiligen, auf beiden Wänden, ist die Ikonensammlung von der griechischen Insel Kreta ausgestellt.
Im Krieg, der von 1645 bis 1669 zwischen der Republik Venedig und der Türkei um die Insel Kreta (Candia, Candia Kriege) geführt wurde, beteiligte sich auch die Kriegsgaleere aus Korčula. Der Krieg endete mit der Niederlage der Republik Venedig und dem vollständigem Abzug von der Insel (der Venezianischen Garnisonen, der Stadtverwaltung und der Priesterschaft). Interessante Ikonen, aus der Byzantinischen Tradition entstanden und von Einflüssen der venezianischen Malerschulen zwischen dem 14. und dem 17. Jahrhundert geprägt, wurden von Kriegsgaleere nach Korčula gebracht.

ST. MICHAELKIRCHE
St. Michael's Church

Die St. Michael Kirche (1408/1615), gegenüber dem Rathaus, besticht durch die schöne Fassade und den schönen Glockenturm "am Spinnrocken".

Die Kirche ist durch eine Brücke mit dem Haus der Bruderschaft des heiligen Michaeis, (gegründet im Jahre 1603) verbunden.

Im Saal der Bruderschaft sind viele Exponate, die über die hohen ästhetischen Kriterien der Bewohner von Korčula in den vergangenen Jahrhunderten zeugen.

Besonders interessant sind "torci" – Wachskerzen, die in den Prozessionen rund um die Stadt getragen werden; sie wiegen bis zu 73 Kilogramm und je nah Gewicht werden sie auch benannt - "Zero", "Primo" usw.


St. Martin - Postrana-Žrnovo
The church of St. Martin in Žrnovo is situated on Mratina Hill and was first mentioned in 1329 and completed in the 16th c.

A very attractive "piazetta" in front of the church of St. Rocco lies in the locale of Postrana.

Chain dance "Moštra"
- a struggle for the defence of the home and the election of the village king –
is performed infront of the Curch of St. Rocco.

Our Lady of Snow
Pupnat ist die kleinste und eine der ältesten Ortschaften auf der Insel Korčula.

Sie ist auf dem höchsten Punkt der Insel gelegen, 360 m über dem Meeresspiegel und 11 km von der Stadt Korčula entfernt.

Im Dorf und seiner Umgebung wurden auch Funde aus dem illyrischen und römischen Zeiten gefunden.
Ebenfalls erhalten wurden altertümliche Behausungen, abgedeckt mit Steinplatten, und insbesondere die Stallanlagen südöstlich vom Dorf.